BaföG und alles was man dazu wissen muss



Ein Studium zu finanzieren, ist für viele junge Menschen alles andere als leicht: Studienbeiträge, Miete und Strom, Lebensmittel, Versicherungskosten und hin und wieder mal eine Party oder ein Urlaub lassen die Lebenshaltungskosten schnell in die Höhe steigen.

Wenn dann die Eltern keine finanzielle Unterstützung leisten können oder kein gut bezahlter Nebenjob in Sicht ist, bringt dies Studenten schnell an ihre Grenzen. Zum Glück gibt es in vielen Fällen die Möglichkeit, zusätzliche Hilfe vom Staat zu bekommen: das BAföG.


Wer wird gefördert?


Grundsätzlich kann erst einmal jeder, der sich in der Erstausbildung befindet, BAföG beantragen. Und hier tritt auch schon der erste wichtige Punkt zutage: Wird die Studienfachrichtung gewechselt, befindet man sich nicht mehr in der Erstausbildung und kann somit nur noch in Ausnahmefällen einen finanziellen staatlichen Zuschuss erhalten.

Ist man auf das Geld angewiesen, sollte man sich vorher also lieber ein paar mehr Gedanken darüber machen, was man studieren möchte und sich detailliert über den Studiengang informieren. Dies gilt sowohl für Bachelor- als auch für Masterstudiengänge, die beide als Erstausbildung gewertet werden.

Ein weiteres Kriterium ist euer Alter: Die Altersgrenze für die Förderung eines Bachelorstudiums liegt für Bachelorstudiengänge bei 30 Jahren, für Masterstudiengänge bei 35 Jahren. Entscheidend ist hierbei das Alter bei der Antragstellung. Macht ihr dies rechtzeitig, ist es also nicht so schlimm, wenn ihr in der Mitte des Semesters diese Grenze überschreitet. Ausnahmen können zudem gemacht werden, wenn ihr Kinder habt, die das neunte Lebensjahr noch nicht überschritten haben.

Darüber hinaus können auch Auslandsaufenthalte, bei denen zum Beispiel ein Pflichtpraktikum für das Studium absolviert wird, gefördert werden. Wichtig ist hierbei vor allem, den Antrag möglichst früh – das heißt mindestens sechs Monate vor dem geplanten Aufenthalt außerhalb Deutschlands – zu stellen, da für die Bearbeitung mehr Zeit eingeplant werden muss.


Wie kann das BAföG beantrag werden?


Beantragt wird das BAföG immer am Studentenwerk der Universität bzw. der Hochschule, an der ihr eingeschrieben seid. Dort findet ihr auch die entsprechenden Formulare. Alternativ können diese aber auch über das Internet ganz bequem von zu Hause aus runtergeladen und abgeschickt oder im Studentenwerk abgegeben werden.

Wenn möglich, solltet ihr dies auch lieber früher als später tun, da oftmals noch weitere Unterlagen nachgereicht werden müssen und es daher sein kann, dass ihr erst ein oder zwei Monate nach dem Beginn der Vorlesungszeit euer Geld auf dem Konto habt.

Darüber hinaus ist unbedingt daran zu denken, dass ihr jedes Jahr rechtzeitig einen Antrag zur Weiterförderung stellen müsst, sofern ihr weiterhin studieren und den finanziellen Zuschuss erhalten wollt. Auch diesen erhaltet ihr entweder beim Studentenwerk eurer Hochschule oder online.


Wie viel Geld bekommt man?


Die Förderhöhe hängt von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise den persönlichen Lebensumständen und dem Einkommen der Eltern ab. Zudem wird das persönliche Vermögen, das die Wertgrenze von 7500 Euro überschreitet, auf den Betrag angerechnet. Mithilfe eines Nebenjobs dürft ihr euch zudem bis zu 450 Euro im Monat dazuverdienen. Auf diese Weise soll gewährleistet werden, dass jeder die Möglichkeit hat, sein Studium zu finanzieren.

Insgesamt liegt der Förderungshöchstsatz für kinderlose Studierende bei 735 Euro, anderenfalls beträgt er 865 Euro. Welcher Betrag euch in etwa zusteht, könnt ihr noch vor der Antragstellung jederzeit ganz einfach und innerhalb weniger Minuten online mit dem BAföG-Rechner herausfinden.

Die Rückzahlung beginnt übrigens fünf Jahre nach dem Ende der Förderung. Hierbei ist jedoch nicht das ganze Geld fällig, sondern es müssen lediglich 50 Prozent des erhaltenen Betrags nach und nach zurückgezahlt werden. Sie stellen somit ein zinsloses Darlehen dar. Die zweite Hälfte wird als Zuschuss gewertet und muss daher nicht zurückerstattet werden.

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