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    Auslandspraktikum Versicherungen


    Auslandspraktikum: Ratsame Versicherungen



    Da der Versichertenstatus im Ausland ein anderer ist als im Heimatland Deutschland, sollten rechtzeitig vor dem Beginn des Auslandspraktikums wesentliche Versicherungen geklärt und abgeschlossen werden. Viele Versicherungen, die im Inland bestehen, besitzen außerhalb Deutschlands nur geringe bis gar keine Gültigkeit. Je nach Aufenthaltsland und Aufenthaltsdauer gelten besondere Versicherungsbedingungen. So bestehen mit vielen Ländern, wie zum Beispiel den USA, gar keine Sozialversicherungsabkommen.

    Es empfiehlt sich, zunächst bei den Versicherungen, bei denen man bereits in Deutschland versichert ist, nachzufragen, denn manche Versicherungen gelten bis zu einer bestimmten Aufenthaltsdauer im Ausland zumindest teilweise.
    Die Anfrage sollte schriftlich erfolgen, so dass auch mit einer schriftlichen Antwort zu rechnen ist. Im Wesentlichen sind drei Arten von Versicherungen als wichtig einzustufen: Unfallversicherung, Krankenversicherung und Haftpflichtversicherung.


    Unfallversicherung


    In manchen Fällen ist zwar der ausländische Arbeitgeber verpflichtet, den Praktikanten bei seiner betrieblichen Unfallkasse registrieren zu lassen. Da man sich aber darauf nicht verlassen kann, empfiehlt sich auf jeden Fall der Abschluss einer eigenen Unfallversicherung für den Zeitraum des Praktikums. Zu prüfen ist hier unbedingt, ob sich der Versicherungsschutz auch auf Unfälle bezieht, die am Arbeitsplatz geschehen.

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    Krankenversicherung


    Die meisten aktuellen Krankenversicherungen beinhalten auch einen Auslandsschutz, der meist aber nur wenige Wochen gilt (beispielsweise für einen Urlaub). Oft sind Arbeitsverhältnisse, und somit auch Praktika im Ausland, davon ausgenommen. Somit ist zunächst zu klären, ob die bestehende inländische Krankenversicherung für ein Auslandspraktikum ausreichenden Schutz bietet.

    Bei der Suche nach einem geeigneten Anbieter lohnt es sich auf jeden Fall, erst einmal bei der eigenen Versicherung nachzufragen. Denn oft bieten Versicherungen für ihre Mitglieder Auslandskrankenversicherungen zu besonders günstigen Konditionen an. Zu klären ist ebenfalls, welche Leistungen enthalten sind, zum Beispiel Heilmittel, Zahnersatz, stationäre Heilbehandlung und Kranken-Rückholdienst.

    Anbieter:
  • Auslandskrankenversicherung für Austauschprogramme weltweit



Haftpflichtversicherung


Eine private Haftpflichtversicherung ist eine freiwillige Versicherung und deckt Schäden und Schadensersatzansprüche ab, die durch eigenes Verschulden gegenüber Dritten entstehen. Vorab sollte unbedingt eruiert werden, ob eine eventuell bereits in Deutschland bestehende Unfallversicherung auch im Ausland Bestand hat.

Ansonsten ist es angeraten, explizit für das Auslandspraktikum eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen. Hier ist darauf zu achten, dass die Deckungssumme hoch genug angesetzt wird (empfohlen: 1 Million Euro) und dass auch Schäden, die am Arbeitsplatz entstehen, mit abgedeckt sind.

Einige Versicherer haben sich auf die speziellen Bedürfnisse der Studenten, die ein Auslandspraktikum absolvieren möchten, eingestellt und bieten günstige Komplett-Versicherungspakete an. Diese beinhalten meist eine Unfall-, Kranken- und Haftpflichtversicherungen und werden monatsweise abgeschlossen.

Doch hierbei ist unbedingt das Kleingedruckte zu studieren, denn auch hier ist in manchen Fällen der Arbeitsplatz vom Schutz ausgenommen. Die Versicherungsbedingungen sollten also vorab auf das genaueste geprüft werden.

Für ganz Vorsichtige wäre noch abzuwägen, ob auch eine Hausratversicherung abgeschlossen werden sollte. Diese kommt für Schäden aufgrund von Einbruch, Raub, Brand und Sachbeschädigung auf. Unbedingt notwendig ist sie allerdings nicht. Mit den oben aufgeführten Versicherungen für Unfall, Krankheit und Haftpflicht ist man allezeit gut abgesichert.