Telefonieren in den USA – welche Alternativen gibt es?

Ein Jahr USA: Das Auslandspraktikum, ein Projekt oder einfach nur eine lange Reise steht an. Natürlich möchte man während dieser Zeit auch weiterhin mobil erreichbar bleiben. Wer sich jedoch nicht entsprechend informiert und vorbereitet, kann schnell hohe Summen auf der Rechnung finden, falls denn überhaupt eine Verbindung zustande kommt. Für das günstige Telefonieren innerhalb und aus den USA bedarf es einiger Voraussetzungen, die im Folgenden erläutert werden sollen.

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Old School und moderne Lösungen: Telefonkarten und VoIP

Mit den sogenannten Phone Cards lassen sich nicht nur Mobiltelefone mit frischem Guthaben versorgen. Auch von öffentlichen Fernsprechern und dem Telefon im Hotel kommt man so an einen günstigen Tarif. Vor dem Gespräch und der eigentlichen Telefonnummer werden einfach Zugangsnummer und PIN eingegeben.

Die Telefonkarten sind mit unterschiedlich hohen Guthaben verfügbar. Es empfiehlt sich dabei grundsätzlich die Auswahl namhafter Anbieter wie z. B. Verizon oder AT&T, um stets in den Genuss einer guten Sprachqualität und einer hohen Zuverlässigkeit zu gelangen. Natürlich können auch VoIP-Dienste genutzt werden, um innerhalb oder aus den USA anzurufen. Hier werden meist gleich ganze Flatrates angeboten, mit denen dann nahezu unbegrenzt telefoniert werden kann.
 

Mit Prepaid- und Postpaid-SIM in die USA

Am Anfang steht hier die Wahl des Netzes – und die ist alles andere als einfach. Mobilfunktechnisch gestalten sich die USA als äußerst unübersichtlich und es gibt keinen Anbieter, der mit seinem Netz das komplette Land abdeckt. Aktuelle Rankings können hier weiterhelfen.

Wer aus den USA nach Deutschland telefonieren möchte, wird an Roaming-Gebühren nicht vorbeikommen. Diese sind es auch, die das Telefonieren zu einer besonders teuren Angelegenheit machen können. Die eine Möglichkeit besteht nun darin, auf das Angebot amerikanischer Gesellschaften oder eine SIM-Karte zurückzugreifen, die mittels amerikanischer Telefonnummer auch dort funktioniert.

Kunden können sich entscheiden, ob die Karte nur Telefonie oder auch mobiles Internet abdecken soll. Meist kommen Prepaid-SIM Karten (vorausbezahlte Karten) mit einer begrenzten Laufzeit von 30 Tagen daher, was für dauerhafte Aufenthalte natürlich viel zu wenig ist. Wer länger in den USA verweilen möchte, sollte schon eher auf ein Postpaid-Angebot (auf monatlicher Abrechnung basierende Karten) ausweichen. Auch hier sollte wieder bedacht werden, dass die einzelnen Netze zum Teil nur regional verfügbar sind und es bei weiteren Reisen innerhalb der USA zu automatischen Wechseln kommen kann. Der Wechsel erfolgt stets zum stärksten Netz, nicht jedoch zum günstigsten!
 

Funktioniert mein Handy im Ausland?

Zuerst sollte jedoch geklärt werden, ob das eigene Telefon überhaupt in den USA funktioniert. Bei Smartphones der neueren Generation sollte es dahin gehend keinerlei Probleme geben. Wichtig ist, dass der ausländische Standard vom eigenen Telefon unterstützt wird. Auf der sicheren Seite ist man mit Triband-Handys, welche die Standards GSM 900, 1800 und 1900 abdecken.

Dualband-Handys können nur dann eingesetzt werden, wenn sie die Standards GSM 900 und 1900 oder 1800 und 1900 unterstützen. Gleiches gilt übrigens auch für Quadband-Handys.
 

World-SIM für 175 Länder

Die World-SIM-Karte für 175 Länder funktioniert natürlich auch in den USA. Sie ist als Prepaid-Karte nicht vertragsgebunden und funktioniert mit allen Mobilfunkgeräten. Voraussetzung ist, dass das Telefon keine SIM-Lock-Funktion besitzt.

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